Themenbereiche, die erarbeitet werden



Identität:

Ich und die anderen Wie verläuft mein Fluss mit den anderen? Identität heißt den Zugang zu sich selbst finden und in der Folge, wie dieses ? Selbst" sich auf die anderen bezieht. Fühle ich mich mit den anderen verbunden oder abgetrennt? Schützen mich die anderen vor der bösen Welt, den ?bösen anderen Anderen". Unser inneres Bild der anderen und ihre Position zeigt unseren Austausch, repräsentiert unsere Kommunikation- unsere Verbundenheit an sich mit unserem Umfeld, unserer Umgebung, der Welt. Was hindert uns daran uns zu verbinden? Unsere Störgefühle.

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Opfer Täter

Sind mir die anderen fremd oder sind sie meine Freunde. Sind sie Opfer (oder Täter) wie ich, das heißt stehen sie auf meiner Seite gegen die ?Anderen" der Außenwelt, unsere Feinde, unsere Unterdrücker. Aber vielleicht sind mir nicht einmal die ersteren anderen nahe und ich fühle mich von allen abgeschnitten, getrennt, isoliert. Vielleicht fühle ich mich dann als Opfer. Wer ist dann der Täter? Die da draußen, der Staat, ein anderer Staat, alle diejenigen, die anderer Meinung sind, oder meine Eltern, mein Chef? Irgendeinen Feind= Täter gibt es immer. Als Opfer sehe ich mich in meiner Situation, für die ich keine Verantwortung übernehme, weil die Anderen ja die Schuldigen sind. Die Folge ist ein Verharren in dem Gefühl der Verstörung, die immer mehr versteinert.

Anschläge, Attentate, Explosionen scheinen ein selbstzerstörerischer Ausweg. Distanz zu dem Geschehenen ist nicht möglich, auch nicht aktives Mitgefühl zu entwickeln, ein bisschen Verständnis mit den vielen anderen, die leiden und denen es vielleicht noch viel schlechter geht: solange wir uns als Opfer fühlen bleiben die anderen die Täter und tragen die Schuld.

Buddhistisch gesehen liegt die Lösung unserer Probleme in unserem eigenen Geist. Denn, die anderen kann ich nicht ändern, nur dadurch, dass ich meine Sichtweise ändere (umstelle, transformiere), in dem Maße ändert sich meine Wahrnehmung dieser meiner Welt. Jede Absicht, jede Einstellung manifestieren sich später, mein Geist schafft meine Zukunft.

Mich zu verbinden statt abzutrennen ist das Motto. Bin ich mit den vielen, vielen anderen verbunden, bin ich vernetzt, bin ich abgetrennt, bin ich in meiner Ich-heit isoliert, bleibe in meiner Laube, vielleicht versteckt, vielleicht wage ich kaum über die Zäune hinauszuschauen aus Furcht vor dem nächsten Angreifer.

Nur wenn Opfer und Täter verschmelzen werden wir kongruent, wir als ehemalige Täter verschmelzen mit dem derzeitigen Täter- wir stimmen zusammen, wir stimmen überein, nur so können wir uns letztendlich aus der erlebten Opfersituation befreien. Bleiben wir Opfer, bleiben wir eingesponnen in uns selbst, können dem anderen kein Verständnis entgegenbringen und sicher kein Mitgefühl entwickeln (denn auch er wird die negative Wirkung seiner Tat erleben). Im Opferzustand sind wir unfähig zu ?verdienstvoller Aktion", bleiben im Ego, in unserer passiven Unschuld und die- der Andere bleibt der Böse.

Was hindert uns daran uns zu verbinden ? Unsere Störgehfühle.

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Störgefühle

Von klein auf bauen wir Strategien auf, die uns das Überleben sichern, Muster, die unser Ich stärken sollen, die Liebesersatz darstellen. ?Ich schaffe das auch alleine" ist zum Beispiel die Überlebensstrategie eines kleinen Kindes, dessen Eltern sich scheiden ließen und so sehr mit sich beschäftigt waren, dass es an liebevoller, erklärender Zuwendung mangelte (fehlte). Bleibt diese Person während ihres Lebens bei diesem Muster macht sie alles im Alleingang, ist also nicht besonders Team geeignet, wird sich schwer in Gruppen einfügen und trotzdem darunter stöhnen, dass auf niemanden Verlaß ist. Wie verkehrt diese Person mit ihren Kollegen, wem kann sie vertrauen? Noch schwieriger wird es, wenn man weiß, dass dieser Satz eine Überlebensstrategie darstellt, diesen Menschen also permanent in schwierige Situationen bringt, sodaß er sich immer im Lebenskampf als Überlebenssieger beweisen kann.

Buddhistisch gesehen sind Störgefühle Gedanken mit Energie. Werden diese Energien durch Schwierigkeiten oder Enge des Lebens im freien Fluss gehindert, erfolgt eine Störunh, das heißt in der Folge eine Blockade, daraus resultiert ein gestörter Energiefluß, der sich geistig und körperlich äußert. Wird die Energie nicht gestört, fließt sie frei und wird zu Weisheitspotential. Das Ziel ist also nicht die Störgefühle zu unterdrücken, oder zu vermindern. Es geht darum die Störung herauszufinden und so zu transformieren, dass die Energien frei fließen können.

Aus dem kleinlichen, überheblichen, arroganten Stolz wird transformiert eine selbstbewußte Energie, gleich einem geschliffenen Diamanten mit vielen Facetten, strahlend in vielen Farben: ?Wir sind gut", die Weisheit der Gleichwertigkeit..

Bei Begierde lernen wir zwischen den verschiedenen Anziehungen zu unterscheiden, so bekommen wir das Potential der unterscheidenden Weisheit

Sind wir zornig, sind wir (strotzen wir) voller Kraft und Klarsicht. Wir sehen jede kleinste Ungerechtigkeit ganz klar und genau wie in einem Spiegel. Kraft und Klarsicht behalten wir bei, nur schäumen wir nicht mehr aus Protest, sondern nehmen uns kraftvoll und auch liebevoll in der Einstellung den Raum und weisen auf die Ungerechtigkeit hin. Kämpfen auch, wenn notwendig, aber nicht ?bebend vor Zorn", sondern mit kraftvoller Klarsicht. Der Zorn wird transformiert zur spiegelgleichen Weisheit.

Eifersucht und Neid werden zu Erfahrungsweisheit, der Fähigkeit die einordnenden Bewertungen unserer Sinnesorgane -woher kommt der Parfumgeruch bei ihm, wieso wird sie so bevorzugt behandelt und nicht ich?- nicht nur wertende zu benutzen, sondern diese erfahrende Qualität unserer Sinneseindrücke als Fähigkeit unserer Sinne zur genauen qualitativen Registrierung verschiedenster Erfahrungen einzusetzen.

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Anspruch und Realität:

Wir alle wollen glücklich sein. Die Formen dessen, was wir glauben, was uns glücklich macht, sind vielgestaltig. Beziehung, Familie, Karriere...es lässt sich auch nicht leugnen, dass die positive Erfüllung dieser Bereiche auch zu unserem Glück beiträgt, beitragen kann. Sehr oft glauben wir aber einen Anspruch anmelden zu können. Wir laufen unseren Ansprüchen hinterher, verfangen uns in Träumen über etwaige Möglichkeiten und diesem Anspruch zu genügen kostet viel. Geld, Kraft, Zeit....dabei verlieren wir auch die Situation, in der wir uns befinden aus den Augen und auch alles, was sich uns zum jetzigen Zeitpunkt tatsächlich anbietet. Der Anspruch lässt es zu, dass wir nur bestimmte Teile unserer selbst verfolgen, diese überbewerten, andere wichtige nicht zur Kenntnis nehmen, ausschalten

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